Jutta Klicker hatte wieder zu einer Rundtour für Sonntag, den 17. Mai 2026 eingeladen; dieses Mal in den schönen Bliesgau unter dem Motto „Kelten, Kalk und nasse Füße“.
Zwölf „Zweibeiner*Innen“ und ein „Vierbeiner“ trafen sich um 14h am Rand des Schornwaldes oberhalb von Ballweiler gegenüber der Wassertretanlage, die mit Frischwasser aus dem Berg gespeist wird.
Nach kurzer historischer und informativer Einführung über den Kalkabbau am Kalbenberg, erklommen wir Wanderfreudige diesen dann an den noch sichtbaren Aufhäufungen und Ausgrabungen vorbei wie durch ein grünes Wellenmeer schreitend.
Dauerhafte Überbleibsel vom einstigen Kalkabbau zeigen sich dem aufmerksamen Beobachter. Der Weg wird zudem von wildromatisch anmutenden Efeulianen gesäumt und windet sich über das Plateau; eine ganz eigene Welt, die vor 100 Jahren noch ganz anders aussah…
Nach erster Aussichtspause mit traumhaften Weitblick gegenüber von Breitfurt, führte Jutta die Gruppe aus dem Urwald und den Kalkerhebungen hinaus. In Höhe von Wolfersheim wurde in einer Cabane eine Essensrast eingelegt. Wer mochte, konnte das berühmte Leindotteröl der Bliesgau-Ölmühle vom Hartungshof auf Brotstückchen geträufelt probieren, was Jutta den Rastenden anbot.
Nächstes Ziel – wie im Motto angegeben – waren die Keltengräber auf der Höhe des Bergrückens. Eines der Gräber wurde rekontruiert und spiegelt die eindrucksvolle Größe von einst wider.
Auch hier hatte Jutta Ansichtsmaterial parat, welches sie reihum gehen ließ.
In einem etwas höher gelegenen Grab wurden 1987 die Reste eines für die Keltenzeit außergewöhnlich großen Mannes entdeckt, der dann den Namen „Der Riese von Wolfersheim“ erhielt. 1,84 Meter waren damals schon recht beeindruckend und beachtenswert!
Das Grab stammt aus der Hallstattzeit, ca. 800 bis 500 v. Chr. und wird der Oberschicht („keltisches Fürstengrab“) zugeordnet. Informationstafeln vorort mit Fotos und Skizzen vermitteln weiter Wissenswertes über die Ausgrabungen, die Funde, deren damaligen Besitzer sowie die Besiedlung von vor so langer Zeit.
Auf dem Rückweg gab es noch einen Stopp an der Panoramaschaukel mit schwingendem Ausblick.
Nach vier abwechslungsreichen Stunden war die aussichtsreiche und historische Runde in diesem besuchenswerten Bliesgauabschnitt zwischen Ballweiler und Wolfersheim beendet.
Das Wanderwetter blieb uns hold, teilweise noch frisch, aber heiter.
Nasse Füße gab es nicht, da die Pfützen von den Regenfällen der Vorwoche dann doch versickert waren.
Besten Dank an Jutta Klicker für diese schöne Rundwanderung!

Bericht und Fotos: Dieter Tomm






