2026,Aktivitäten

Im Reich der Buntsandstein-Riesen: Unsere Wanderung zu den Altschlossfelsen

Bei bestem Wanderwetter unternahm unsere Gruppe am Sonntag, den 23.08.2026, einen Ausflug in den Pfälzerwald, um eines der beeindruckendsten Naturdenkmale der Region zu erkunden. Die liebe Jutta und der liebe Thomas hatten die etwa 12 Kilometer lange Tour über den Premiumwanderweg Altschlosspfad liebevoll für uns zusammengestellt und führten uns sicher an.

Mit guter Laune und jeder Menge Damen im Gepäck starteten wir direkt am Hotel Kupper, welches am Waldrand den idealen Einstieg bot. Parkplätze stehen dort genügend zur Verfügung, alternativ gibt es auch im Ort einen Wanderparkplatz.

Aufstieg durch das Martelbachtal zur Grenze

Frisch gestartet, führte uns der Weg zunächst durch das idyllische und schattige Martelbachtal stetig leicht bergauf. Entlang des Baches und vorbei an historischen Grenzsteinen, die von der bewegten Geschichte des deutsch-französischen Grenzgebiets zeugen, näherten wir uns Schritt für Schritt unserem Etappenziel. Schon beim Betreten des Kamms spürte man die besondere Atmosphäre dieses Biosphärenreservats.

Vespern

„Um zwölf wird gess“ haben wir wörtlich genommen und Punkt 12 Uhr eine kleine Vesperpause eingelegt. Das Thema „Abkochen“ wurde eifrig diskutiert, und wir haben wieder etwas dazugelernt: Abkochen war früher das sonntägliche Picknick mit den Eltern in Oberwürzbach. Gut gestärkt und mit ausgelassener Stimmung gingen wir weiter in Richtung Felsen.

Naturkino pur: Die Altschlossfelsen

Das erste große Highlight der Tour erwartete uns am Osthang des Brechenbergs: die Altschlossfelsen – mit rund 1,5 Kilometern Länge das größte zusammenhängende Buntsandsteinmassiv der Pfalz. Die bis zu 30 Meter hohen, orange-rot leuchtenden Wände faszinierten die gesamte Gruppe. Jahrmillionen von Wind und Verwitterung haben hier bizarre Wabenstrukturen (Tafoni), hängende Überhänge und ein imposantes natürliches Felsentor in den Stein gewaschen. Auf schmalen Pfaden wanderten wir direkt am Fuß dieser geologischen Meisterwerke entlang und legten an den schönsten Aussichtspunkten kurze Staun-Pausen ein. Die Wanderung führte über die französische Grenze. Unterwegs trafen wir viele Wanderlustige aus Frankreich und Deutschland, Groß und Klein. Ein buntes Treiben, welches gut zu den Buntsandsteinfelsen passte.

Weiterweg zum Teufelstisch

Nachdem wir das Felsenband passiert hatten, führte uns der Wanderweg im Anschluss weiter zu einem weiteren geologischen Wahrzeichen der Gemarkung: dem Teufelstisch. Auf dem Weg dorthin passierten wir die Spuren einer alten römischen Straße – etwas wackelig, aber im Gelände noch gut erkennbar. Die faszinierende Pilzform dieses freistehenden Felsens, die ebenfalls durch jahrtausendelange Erosion des Buntsandsteins entstanden ist, bot der Gruppe ein weiteres beeindruckendes Fotomotiv und lud zu einer kurzen Rast ein.

Rückweg über die Siedlung und gemütliche Einkehr

Gut gelaunt und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck trat unsere Gruppe daraufhin den Rückmarsch an. Der Weg führte uns aus dem Wald heraus und auf den letzten Kilometern durch eine ruhige Ortsrand-Siedlung direkt zurück nach Eppenbrunn. Über diese Siedlung sind wir noch am Recherchieren, da diese wie eine Kaserne aussah.

Nach einer gelungenen Tour erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt am Hotel Kupper, wo wir den Wandertag in geselliger Runde bei regionaler Küche ausklingen ließen.

Eine absolut empfehlenswerte Tour, die Naturhighlights und Gemeinschaft perfekt miteinander verbindet! Einen ganz lieben Dank an Jutta und Thomas für die tolle Tour und auf bald zu neuen Touren.

Historischer Hintergrund der Altschlossfelsen

Das Felsmassiv blickt auf eine spannende Vergangenheit zurück: Bereits in der Latènezeit (ca. 450 bis 50 v. Chr.) diente das Areal nachweislich als geschützter Ort. Im Hochmittelalter befand sich auf den schwer zugänglichen Felstürmen eine kleine, strategische Burg (das sogenannte Eppenbrunner Schloss), von dem heute noch eingemeißelte Stufen, Balkenlöcher und Reste einer Zisterne zeugen. Urkundliche Überlieferungen dazu sind spärlich; in einer historischen Grenzbeschreibung aus dem Jahr 1605 waren die Burganlagen bereits stark verfallen. Seit 1991 steht das gesamte beeindruckende Felsmassiv unter offiziellem Denkmalschutz.

Bericht: Stefanie Steffen, Bilder: Stefanie Steffen, Jutta Klicker