Gartentipps

Benjes-Hecke

Eine Benjeshecke (auch Totholzhecke genannt) ist eine Hecke, die durch das lockere Aufschichten von Gehölzschnitt, Ästen und Zweigen entsteht.
Man kann sie auch mit parallel gegenüber oder versetzt eingeschlagenen Stützpfosten in Form halten; im Zwischenbereich lässt sich dann weiteres Schnittmaterial aufsetzen.
Durch den natürlichen Verrottungsprozess sackt die Hecke kontinuierlich ab und wird im unteren Bereich zu wertvollem Humus.
Eine solche Hecke dient im Naturgarten als ökologischer Sicht- und Windschutz, natürliche Ein- oder Abgrenzung.

Durch die entstehenden Hohlräume ist sie ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tierarten wie z.B. Zaunkönig, Igel, Erdkröten, Eidechsen und unzählige Insekten. So ist auch die geschützte Holzbiene auf trockenes, sonnenbeschienenes Totholz angewiesen. Sie ist die größte (bis 2,8 cm) heimische Wildbiene, auffällig pechschwarz mit blau-violett schimmernden Flügeln und braucht nektarreiche Blüten wie Muskatellersalbei, Blauregen, Geißblatt, Wicken oder Platterbsen (auch Staudenwicke genannt).

Benannt wurde die Benjeshecke nach den Brüdern Hermann und Heinrich Benjes, die dieses Prinzip Ende der 1980er-Jahre bekannt machten.